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Karlskrona
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56°10´N / 15°36´E
125 SKR OK komplette Versorgung möglich

Eine kurze Periode der Wetterbesserung wurde am 3.8. genutzt, um nach Karlskrona zu gelangen
Ich hatte Glück und kam eben recht zur "Sail Karlskrona", die am kommenden Tag begann und bis Sonntag dauern sollte. Da machte auch die schlechte Wettervorhersage nichts aus, die schöne Stadt, die Aktivitäten rund um die Sail und ein Besuch im schwedischen Marinemuseum ließen die Zeit ohne Langeweile rasch vergehen.

Zahlreiche Segelschiffe waren gekommen, darunter ein russisches Schiff, wohl ein Replikat eines Schiffes aus dem 17. JH welches mit seinen Kanonen Salut schoß....

und als Kontrapunkt hat die hypermoderne Korvette "Helsingborg" der schwedischen Marine an der Pier festgemacht. Eine Schautafel nannte ein paar Details zu diesem Schiff, Baumaterial: Karbonfaser-Polyester, Stealth-Technik um feindlichem Radar zu entgehen, 2x2500 PS Diesel für Marschfahrt, Gasturbine mit 16000 PS für Hochgeschwindigkeitsfahrt. Und das ganze ständig bewacht von Soldaten mit Schnellfeuergewehr im Anschlag.

Die ausgelassene Stimmung am Kai wurde dadurch aber nicht beeinträchtigt.

Neben der eigentlichen Attraktion der Sail, den vielen Segelschiffen, wurde ein buntes Rahmenprogramm auch für Kinder geboten. Mit einem Floß konnten sich die Kids quer durch eine Ecke des Hafens hangeln und fürchterliche Piraten verbreiteten Angst und Schrecken....

Auf dem größten Marktplatz Schwedens schaut ein wenig hochnäsig Karl der 11.über die von Ihm gegründete Stadt. Ihm ging es darum, einen neuen eisfreien Stützpunkt für seine Flotte zu bekommen und so wurde um 1630 der Hauptstützpunkt der Flotte von Stockholm nach Karlskrona verlegt. Die Anlagen des Marinestützpunktes und die Befestigungen sind heute Teil des Weltkulturerbes.
Der Markt wird an 2 Seiten von schönen Barockkirchen beide vom Baumeister Nicodemus Tessin dem Jüngeren gerahmt, dem Rundbau der Dreifaltigkeitskirche die auch die deutsche Kirche genannt wird, da sie früher der deutschen Gemeinde als Gotteshaus diente, und der Frederikskirche.

Von Bedeutung ist außerdem der gewaltige Holzbau der Admiralitätskirche, vor der der "Rosenbom" um Spenden für die Armen bittet. Sein Münze legt man ihm unter den Hut. Ein wenig entfernt steht der ebenfalls aus Holz gebaute Glockenturm.

Vorbei an schönen alten Häusern gelangt man zum Marinemuseum und sieht davor zunächst das erste schwedische U-Boot.

Im Museum sind neben zahlreichen Originalexponaten auch Nachbildungen von Szenen aus dem Schiffsalltag, oder wie hier von der Admiralität, die über den Bau eines neuen Schiffes berät, welches als Modell auf dem Tisch steht.
Von besonderer Bedeutung ist die Sammlung alter Gallionsfiguren,
Auch akustisch wird die vergangene Zeit wiederbelebt. Das Klatschen der Peitsche auf dem Rücken eines Delinquenten und dessen Gestöhne fand ich dann aber doch etwas makaber.

Etwas skuril ist auch die Palme in der Eingangshalle des Museums, aber sehen Sie selbst auf dem Detailbild, woraus sie zusammengefügt ist. Oder lesen Sie die Beschreibung...

Schwäne füttern, ein beliebter Zeitvertrieb im Hafen, und als es nichts mehr gab, hat der ( oder die ) Alte vor Wut in mein Ruder gebissen !

Von den auf See herrschenden sehr windigen Verhältnissen kündete in der gut geschützten Stadt nur der dramatische Wolkenhimmel am Abend