1.Juli von nach Distanz: davon gesegelt: Hafengeld:
Frederikstad / Norwegen Strömstad Frederikstad 20 sm 16 sm - Nkr

Heute geht es nach Norwegen; die Vorräte aller Art sind ergänzt, nur der Dieselvorrat nicht, denn Diesel ist wohl der einzige Stoff, der in Norwegen günstiger weil zollfrei zu haben ist.

Kaum hatten wir die Grenze überfahren, knallte es laut und aus einem Pulk historischer Segelschiffe stieg eine dicke Rauchwolke auf.
Piraten ? Werden wir beschossen ? Reisen wir illegal ein ? Nein, ein Boot der norwegischen Marine hat eine Regatta der Traditionssegler angeschossen.

Bald grummelte es wieder am Himmel, aber diesmal war es ein fernes Gewitter, das uns dankenswerter Weise nicht näher kam.

 

Wir passieren Frederikstads Ortsteil "Vaterland", der wird im Stadtführer als beliebtes Wohngebiet mit pitoresken Häusern geschildert. Pitoresk ist jedenfalls die Wasserfront !

 

Weiter die Glomma hinauf kommt bald die alte Festung in Sicht.

Hier teilt sich die Glomma; ein Wasserrad zeigt dem Skipper an, in welche Richtung das Wasser aktuell fließt.

An dieser Pier finden wir einen Liegeplatz. Niemand interessiert sich für uns, ein Hafenbüro finden wir auch nicht, so ist das erste Hafengeld in Norwegen für uns recht günstig.

 

Am Ufer liegen zahlreiche schöne und bestens gepflegte Holzboote

 

 

 

Blick über die Glomma auf die alte Festung.

 

Alte Fabrikgebäude, stilvoll restauriert und zu Büro- bzw. Wohngebäuden umgebaut, säumen den Flußlauf.

 

Hier in Frederikstad gründete 1916 Bjarne Aas, der berühmte Boots-konstrukteur eine Getriebefabrik, die er später in eine Bootswerft umwandelte. Erfolgreiche Rennyachten, mit denen sogar olympische Regatten gewonnen wurden, kamen aus Frederikstad. Kunde war auch das norwegische Königshaus.