Meine Erfahrung mit der Einkomponenten-Farbe Hansalux des Herstellers
HSF
Hansa Schiffsfarben GmbH
Freegenweg 3
D- 21037 Hamburg www.hansamarin.de
 Schadensbericht
möchte ich hier kurz darstellen:
Im März 2007 kaufte ich bei meinem Händler 3 Dosen Bootslack HANSALUX blau - RAL 5010 um damit den Rumpf meines GFK-Bootes neu zu lackieren. Dabei bin ich wie folgt vorgegangen:
Das Ergebnis erschien mir zunächst OK, auch wenn sich der angestrebte Hochglanz
nicht so einstellen wollte wie angestrebt.
Ca. 4 Wochen später kam das Boot zu Wasser. Bereits nach kurzer Zeit war deutlicher
Abrieb des Lackes festzustellen, speziell dort, wo die Fender hingen.
Rieb man mit Daumen oder Handballen über die Lackoberfläche, färbte diese deutlich
ab.
Der zugezogene Verkäufer bestätigte den Befund und setzte sich mit
dem Hersteller in Verbindung. Da mein Törnstart anstand wurde vereinbart,
daß ein Beauftragter des Herstellers in Stralsund an Bord kommen sollte,
um den Schaden zu besichtigen.
Dies geschah am 5.5.07 im Hafen des YC Strelasund; der Beauftragte bestätigte
mündlich den Befund und versprach, einen entsprechenden Bericht an die Geschäftsleitung
von Hansa-Schiffsfarben weiterzuleiten.
Am 12.5. richtete ich eine SMS an den Geschäftsführer der Hansa Schiffsfarben
GmbH mit der Bitte um Nachricht, wie denn weiter verblieben werden solle.
Am 23.5. kam eine Antwort-SMS derzufolge eine Bereinigung zusammen mit dem Händler
nach meiner Rückkehr erfolgen solle; dies sei mit dem Händler bereits so vereinbart.
Nach Rückkehr sprach ich den Händler an, der von einer Absprache mit dem Hersteller
nichts wusste. Nach einigem hin und her schickte der Hersteller am 29.8. erneut
einen Mitarbeiter um den Schaden nochmals zu begutachten. Danach hörte ich nichts
mehr. Mit Datum 11.10.07 bat ich schriftlich um Auskunft, wie die seit Mai angekündigte
Bereinigung denn nun aussehen solle.
Am 8.10. schrieb der Geschäftsführer von Hansa Schiffsfarben GmbH, Herr Olaf
Riecken, daß das unbefriedigende Ergebnis auf Grund der durchgeführten Untersuchungen
und der Objektbesichtigung am 29.8. auf Einflüsse bei und nach der Applikation
zurückzuführen sei. Kulanterweise und ohne Verletzung der eigenen Rechtsposition
biete man aber das benötigte Material für einen Neuanstrich kostenfrei
an.
Soweit der Ablauf.
Meine Schlußfolgerungen:
Ein Applikationsfehler wurde mir nicht nachgewiesen, ich weiß bislang
auch nicht, worin dieser bestehen sollte.
(Ich habe bereits öfters ein Boot neu lackiert, selten unter so idealen
Bedingungen wie diesmal und trotzdem jedesmal ein zufriedenstellendes Ergbnis
erzielt, allerdings mit den Produkten anderer Hersteller.)
Sollte tatsächlich gegen Verarbeitungsrichtlinen verstoßen worden sein, so ist nach meiner Auffassung die Farbserie Hanslux für die Verarbeitung in Selbsthilfe auf Grund der dann doch offensichtlich sehr engen Verarbeitungsbedingungen ungeeignet.
Ich werde nicht in einen Rechtsstreit mit der Fa. Hansa Schiffsfarben eintreten. Da könnte "die Brüh" rasch teurer werden als "die Brocken" wie man bei uns zu sagen pflegt. Produkte der Fa. Hansa Schiffsfarben werde ich aber nicht mehr verwenden.
Möglicherweise sind diese Ausführen für den ein oder anderen Leser dieser Zeilen von Interesse.